Daniel Faust - DJ Autor Journalist

 



Daniel Faust - DJ Autor Journalist
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/danielfaust

Gratis bloggen bei
myblog.de





Links
  Meine Homepage
 
Artikel erschienen im "Gäubote"

"Da habe ich ganze Nächte durchgespielt"

Herrenberg-Gültstein Zum Pokern gibt es viele Klischees: Es ist illegal, es wird irgendwo in einem verrauchten und dunklen Hinterzimmer gespielt. Rotlichtgrößen sitzen dabei um den Tisch und legen dicke Geldbündel auf den Tisch. Mittlerweile aber pokert man allerdings auch öffentlich. Erst im Internet, seit gut einem Jahr auch ganz offiziell in Kneipen, Cafés oder Bars beispielsweise im Gültsteiner "Orange".

 

Um Geld wird nicht gespielt, denn das ist und bleibt illegal. Auch im Gäu wird gerne gepokert. "Der Süden von Deutschland ist eine Hochburg", weiß Dietmar Mayer, Vorsitzender des "1. Pokerclub Deutschland". Wie viele Trends kam auch das Pokern im Internet und in Kneipen aus den USA. "Die sind da die Vorreiter, außerdem ist Asien eines der Gebiete, wo viel gespielt wird", so Dietmar Mayer, der allerdings lieber nur mit seinem Nachnamen "Mayer" angesprochen werden will. "Die meisten kennen meinen Vornamen gar nicht." So halten es viele der Teilnehmer an einem Pokerturnier, das vor kurzem in Gültstein stattgefunden hat. "Meine Familie soll davon eigentlich nichts mitbekommen, die findet das bestimmt nicht toll, das ist für die was Unanständiges", begründet "Big P 2006" sein Geheimnis um seinen richtigen Namen. Der Herrenberger "Big P 2006" ist 26 Jahre alt und arbeitet als Maler und Lackierer. Zum Pokern kam er über das Internet. "Da bin ich auf eine Seite gestoßen, und da habe ich ganze Nächte durchgespielt." Als weitere Hobbys gibt er Fußball und Tennis an.

Auch ein 20-jähriger Student aus Nebringen möchte seinen Namen nicht nennen, allerdings seinen Onlinenamen. Als "Poker Rob 86" bezeichnet er sich. Allein Volker Geyer (25) aus Nufringen geht damit offen um. Der Student pokert "aus Spaß am Spiel", Profiambitionen hat er nicht. Doch sein "erstes Turnier wird nicht sein letztes sein", sagte er. Durch Freunde kam er zum Pokern. Die drei Spieler passen für "Mayer" in die Zielgruppe. "Männer zwischen 20 und 30", so Mayer. Frauen und Ältere sind eher selten anzutreffen. "Jack 45" allerdings ist da eine Ausnahme. Der 45-jährige Böblinger, der als Mechaniker sein Geld verdient, freut sich, dass Pokern ein wenig gesellschaftsfähig geworden ist. "Das war früher anders, da hat man das auch gespielt, doch immer heimlich." Er zählt sich zu den "alten Hasen". Sie alle nehmen an Qualifikationsturnieren teil. Da geht es darum, sich für das Finale in Stuttgart zu qualifizieren. Wer sich dort durchsetzt, spielt in Frankfurt, um sich für das große Weltmeisterschaftsturnier zu qualifizieren. Für die besten zehn Spieler, die in Frankfurt siegen, zahlt der "1. Pokerclub Deutschland" die Startgebühr von 10 000 Dollar. Viele Chancen rechnet "Mayer" den Deutschen nicht aus. "Wir sind da noch ein Entwicklungsland, die Amerikaner, Russen oder Asiaten sind da einfach viel besser, einen deutschen Spitzenspieler haben wir nicht", sagte er achselzuckend. Als Ziele haben sich "Mayer" und sein Verein vorgenommen, weiter dafür zu kämpfen, dass das Pokern nicht mehr nur als Glücksspiel angesehen wird. Die Regeln, die Spieltermine und weitere Infos zum Pokern in Baden-Württemberg gibt es unter www.pokerstar2007.de.

 

25.1.07 11:54
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung